CDU Nordend

Kochsiek: Farbe bekennen bei den Günthersburghöfen!

CDU-Fraktion drängt auf Offenlage eines Bebauungsplans und den Bau des Gymnasiums

Frankfurt am Main, 29. November 2021 - Für den planungspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im Römer, Dr. Albrecht Kochsiek, ist die Rolle rückwärts beim Projekt Günthersburghöfe ein Beispiel für die Unzuverlässigkeit grüner Stadtentwicklungspolitik:
„Wenn bei jeder sinnvollen Nachverdichtung die Stopptaste gedrückt wird, ist das Problem des Wohnungsmangels nicht zu lösen. Das gut vorbereitete Projekt war mit viel Bürgerbeteiligung und Rücksicht auf die ‚Grüne Lunge‘ nach zehn Jahren endlich entscheidungsreif. Der Koalitionsvertrag sieht jetzt nur noch eine Bebauung auf den versiegelten Flächen vor, wodurch statt 1.500 nur noch 350 Wohnungen entstehen sollen. Es ist momentan völlig unklar, wie es weitergeht. Aber Aussitzen kann hier keine Option sein, denn bis August 2021 hatten sich bereits rund 5.800 Menschen für eine dieser Wohnungen beworben. Was sollen wir ihnen sagen?“

Die CDU-Fraktion fordert den Magistrat über eine Anfrage und einen Antrag dazu auf, bei den Güntherburghöfen Farbe zu bekennen. „Wir fragen uns, ob und wann der Planungsdezernent neue Planungskriterien festlegen will, wie die weiteren Schritte aussehen und wann mit einer Bebauung zu rechnen ist“, will Kochsiek wissen. Er verweist auf die große Verunsicherung, die aktuell bei den beteiligten Bauträgern, der städtischen ABG und dem Projektentwickler Instone, herrscht, die dann ein drittes Mal völlig neu planen müssten. „Es wird aus Sicht der CDU schwer für den Magistrat, das Vertrauen von möglichen Bauherren für größere Wohnungsprojekte zurückzugewinnen, wenn diese auch nach zehn Jahren und jeder Menge Vorarbeit immer noch nicht mit der Offenlage eines Bebauungsplans rechnen können, obwohl diese jetzt möglich wäre!“

Die CDU-Fraktion drängt den Magistrat außerdem, die notwendige Planung zu den Schulen im Neubaugebiet Günthersburghöfe weiterzuführen. „Bereits jetzt sind die gymnasialen Schulplätze überall in Frankfurt knapp, vor allem aber Nordend und in Bornheim“, so Kochsiek. Der Bedarf für ein Gymnasium auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei sei unbestritten vorhanden, denn die vorhandene Zahl an Gymnasialplätzen reiche schon aktuell nicht aus und die steigenden Schülerzahlen in den Grundschulen werden die Situation demnächst noch weiter verschärfen. „Unabhängig von der weiteren Planung des Gebietes muss die Schulplanung, zumindest auf den versiegelten Flächen, vorangetrieben werden, da Schulbau in Frankfurt bekanntlich sehr lange dauert“, so der Stadtverordnete.