CDU Nordend

CDU Frankfurt-Sachsenhausen zur erneuten Mainkaisperrung: Party-Meile für wenige - mehr Verkehrslärm für viele

Frankfurt am Main, 23. Januar 2022 - Die neue Römerkoalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt will den vielbefahrenen Mainkai, der ein wichtiges Teilstück des Frankfurt Straßennetzes darstellt, erneut sperren.

Zunächst soll jeden Tag von 19.00 Uhr bis zum Morgen des nächsten Tages um 06.00 Uhr, freitags sogar ab 19.00 Uhr bis montags 6.00 Uhr, an allen Feiertagen vom Vortag 19.00 Uhr bis zum Folgetag 06.00 Uhr und während der gesamten Schulferien, egal ob Winter- oder Sommerferien, gesperrt werden.

Begründet wird dieser massive Eingriff in den Verkehrsablauf mit dem Ziel, "eine höhere Aufenthaltsqualität, Spielflächen, Platz für Kunst und Unterhaltung und Raum für Begegnungen" zu schaffen. Warum diese Dinge ausgerechnet auf der asphaltierten Straßenfläche der Straße Mainkai stattfinden müssen und nicht an einer oder mehreren anderen Stellen im Stadtgebiet oder eventuell auf der breiten Fläche zwischen dem Mainkai und dem Mainufer erfolgen können wird auch nicht ansatzweise dargelegt.

"Mit dem gesperrten Mainkai soll eine Partymeile für wenige entstehen. Für eine höhere Aufenthaltsqualität, Spielflächen, Begegnungsräume sowie Platz für Kunst und Kultur benötigt bestimmt niemand eine Sperrung der Straße im Sommer nach Mitternacht und im Winter nach22 Uhr", so Jochem Heumann, Vorsitzender der CDU Frankfurt-Sachsenhausen, " aber vielleicht die Clubszene, die die gesamte Nacht Party machen will". "Dafür, dass sich wenige auf dem Mainkai vergnügen können, sollen mehrere tausend Anwohner an den Umleitungsstrecken zusätzlichen Verkehrslärm ertragen - das geht gar nicht" so Jochem Heumann.

Die Bemerkung in dem Antrag, "es werde gewährleistet, dass die Stadtteile - vor allem Sachsenhausen - durch den autofreien Mainkai nicht zusätzlich belastet werden" ist zutiefst zynisch, so Jochem Heumann. "Jeder umgeleitete Verkehr erzeugt dort zusätzliche Belastungen. Das sollten seriöse und ehrliche Kommunalpolitiker eigentlich wissen".

Die CDU Frankfurt-Sachsenhausen verlangt, bevor weiter über die Mainkaisperrung beraten oder gar abgestimmt wird, soll zunächst das Umleitungskonzept vorgelegt werden. Dieses Konzept ist danach in den betroffenen Stadtteilen in getrennten Veranstaltungen der Bevölkerung vorzustellen, die danach ausreichend Zeit haben muss, sich mit dem Inhalt zu befassen und ihre Meinung einzubringen.

Fester Bestandteil des Umleitungskonzepts muss eine auf umfangreichen und aktuellen Verkehrszählungen ermittelte Verkehrsbelastung auf dem Mainkai, getrennt nach Uhrzeit und Wochentagen und nach Art des Fahrzeugs (PKW, Lieferfahrzeug, LKW) prognostizierten Umleitungsstrecken sein. Weiterhin muss dargelegt werden, um wie viele Fahrzeuge sich zu den jeweiligen Sperrzeiten die die Zahl der Fahrzeugbewegungen in absoluten und prozentualen Zahlen auf den Umleitungsstrecken erhöhen soll.

Letztlich wird erwartet, dass angegeben wird, wie viele Personen jeweils an den Umleitungsstrecken wohnen. Soweit sich im Bereich der Umleitungsstrecken Kitas, Altenwohnanlagen, Krankenhäuser und ähnlich schützenswerte Einrichtungen befinden, ist dieses ebenfalls darzustellen.

Besonders überrascht ist Jochem Heumann darüber, dass die FDP als Mitantragsteller im Römer auftritt, da sie die letzte Mainkaisperrung, die zu teilweise chaotischen Verkehrsverhältnissen in Sachsenhausen geführt hat, scharf kritisiert hatte.. Laut Heumann gilt nunmehr offensichtlich für die Frankfurter FDP: "Lieber schlecht regieren, als nicht regieren".

Die CDU Frankfurt-Sachsenhausen hat einen Ad-hoc-Arbeitskreis zur geplanten Mainkaisperrung eingerichtet, der auch interessierten Bürgern offensteht. Wichtigstes Ziel ist es, die Bevölkerung vorab für die gravierenden nachteiligen Folgen der Verkehrsmaßnahme zu sensibilisieren, bereits zu einem Zeitpunkt, an dem die Maßnahme weder endgültig beschlossen noch umgesetzt worden ist.